Familienbetrieb

Die schöne Tatsache, dass im Geschäft nun bereits die vierte Generation mitarbeitet und diese Generation den Familienbetrieb wohl auch weiter führen wird, zeigt, dass „unsere Sippe“ es stets verstanden hat, sich mit dem Angebot an Dienstleistungen und Produkten der Zeit anzupassen.

Den Anfang und auch den Ausschlag für unseren Hausnamen „ S’Schuamacher’s“ gab Gebhard Negele (1884 bis 1942) mit der Gründung seiner Schuhmacherei im Triesner Oberdorf. Er musste gegen Ende seiner Berufszeit bereits einsehen, dass die handwerkliche Herstellung von Schuhen allmählich von der Schuhindustrie verdrängt wird.

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Gebhard Negele betrieb seine Schuhmacherei im Nebengebäude, am Bach 47, Triesen

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Sein ältester Sohn, Josef (1913 bis 1979) ergänzte das Schuhmacherhandwerk mit einem Schuhhandel. Er führte das Geschäft zusammen mit seiner Frau Maria an neuer Adresse,  an der Dorfstrasse 42 weiter.

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Seit 1980 führt Donat Negele (Jg. 1960) das Geschäft in der dritten Generation. Im August 2012 wurde das neue, zentral gelegene Lokal an der Landstrasse 310 in Triesen bezogen.

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Der Entscheid, den herkömmlichen Schuhhandel aufzugeben und sich auf die orthopädische Schuhmacherei zu konzentrieren hat einiges an Mut und Investitionen gekostet.

Seit Erlangung des Orthopädie-Meisterdiplomes 1991 wurden rund 9 000 Personen mit Fuss-Problemen registriert. Viele davon gehören nach wie vor zum treuen Kundenkreis. Rückblickend war diese Spezialisierung der einzig richtige, oder besser gesagt, der existenzsichernde Entscheid.              

Das Geschäft ist mit seinen Angeboten anerkannter Tarifpartner der Schweizer und Liechtensteiner Sozialversicherungen. Um diesen Status zu erhalten, reicht es nicht aus, nur gut zu arbeiten, sondern er ist mit der jährlichen Verpflichtung zur beruflichen Weiterbildung verknüpft.

Mit Anika Benz-Negele geht der Familienbetrieb nun in die vierte Generation. Sie ist diplomierte Orthopädie-Technikerin mit Meisterdiplom. Dies eröffnet, ergänzend zum bisherigen Angebot, viele neue Gebiete in der Versorgung mit Orthopädie-Technischen Hilfsmitteln.

Sie hat, parallel zur 4-jährigen Berufslehre , die Berufs Matura absolviert, danach schloss sie die SIU-Unternehmer-Schule ab. Es folgten einige Berufsjahre in einem Betrieb in Zürich, danach ein Jahr an der Meisterschule für Orthopädietechnik in München, welches mit der Erlangung des Meistertitels im Sommer 2014 endete.

Aber auch der Berufszweig Orthopädieschuhmacher wird familienintern weitergeführt werden: Sohn Florin ist im abschließenden, vierten Lehrjahr. Allerdings und bewusst, macht er seine Lehre nicht im elterlichen Betrieb.

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